Leben und was folgt


Nun bin ich leer, als könnt mich nichts mehr schmerzen,
mir ist nach nichts, nicht Liebe, Hass, nicht Trieb,
nach Festen nicht und nicht einmal nach Scherzen.
Nach dir ... Was soll noch kommen, wird mir bleiben,
da ich nicht bei dir blieb.

Kurz unter Sonn und Monds verschiednen Scheiben
begingen wir einander. Waren das,
was unsre Körper wussten. Ich geb zu,
inzwischen hab ich lieb

gewonnen, was ich anfing rein aus Spaß.
Aus Neugier, wie Prinzessinnen wie du
wohl schmecken. Hab begonnen gar zu leiden,
du weißt, warum ich schrieb

all die Gedichte. Denn wir würden scheiden,
und mir bliebe nur in Versen all das Glück,
das du mir warst, um das ich werd beneiden
mich selbst und diese Zeit.

Du niemals Bittre, ließest du mich warten,
und überlegtest dir, mich doch zu meiden,
bald mischtest neu du mir die Zauberkarten
der Lust und Lustbarkeit

und gabst dich hin zu wilden und zu zarten
Spielen, die, denk ich an dich zurück,
mir malen wie mit leuchtend hellen Kreiden
die Träume kurzer Ewigkeit.