Zusammen schlafen


Wir glaubten schon, der Körperflüssigkeiten
genügend und uns reichlich zugedacht,
und trunken zärtlichster Besessenheiten
versanken wir getrost im Schaum der Nacht.

Die Hand hielt ich dir zwischen deine Beine,
die andre drücktest du dir an die Brust,
so tief ich sank, es hielt mich eine Leine
an dir. Dein Leib blieb meinem halb bewusst

wie widerscheinend Licht auf einem Wasser,
darin ich schwebt und wiegte mich ohn Arg.
Von allem bliebst nur du, die Welt wurd blasser,
im Traum verflochten ich dich an mir barg.

Ich träumt davon, dein Fleisch an mir zu spüren,
und halb erwachend wurd der Traum gleich wahr,
wir setzten fort, uns tiefer zu berühren,
ich war dir - und du mir - so auffindbar.

Wir träumten, dass wir wieder uns erhitzten,
und glitten ineinander wie von vorn,
wir spürten, wie wir miteinander schwitzten,
du drängtest dich erneut auf meinen Sporn.

So blieben wir die ganze Nacht zusammen
und wachten auf und schliefen wieder ein.
Die warme Glut schlug immer neue Flammen,
und hüllte uns in flüsternd Rauschen ein.