Die Wespen (Ab sofort erhältlich)

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"Als Niklas Roth starb, gab es einige in seinem Publikum, die ihm Beifall klatschten."

Aus diesem Satz entwickelt sich eine Kriminalerzählung: Das Publikum ist zu Gast bei einer Dichterlesung. Beifall hat es geklatscht, weil es nicht sofort verstand, dass Roths Verhalten nicht zu seiner Darbietung gehörte, sondern zu seinem Tod. Das nicht verstanden hat es, weil der Tod leise kam, durch den Pfeil aus einem Blasrohr. Und weil er exakt hinein passte in die Geschichte, aus der Roth gerade vorlas; auch darin kommt ein Mann durch einen Stich in den Nacken zu Fall, durch einen Insektenstich.

Kommissar Schwarzer, an Literatur nicht sonderlich interessiert, ist gezwungen, die des Ermordeten zu lesen. Und nicht nur dessen Erzählungen, sondern auch seine umfangreiche erotische Korrespondenz. Wurde Roth Opfer eines gehörnten Ehemannes? Oder einer rachesüchtigen Geliebten? Oder ist noch immer die Sekuritate hinter ihm her, weil er damals quer zum Ceauşescu-Regime stand?


Pressestimmen:

Kölner Express (29. April 2007):
"Der Mann kommt aus Rumänien, ist Autor und Weiberheld. Und er hatte mal Probleme mit dem Geheimdienst. Jetzt sitzt er auf der Bühne, liest aus seinem Werk und ist plötzlich tot! Ein Fall für Kommissar Schwarzer, der eigentlich gar nichts mit Literatur am Hut hat, jetzt aber im Werk des Toten nach der entscheidenden Spur suchen muss. Und er stößt mitten in Köln auf eine merkwürdige Geschichte aus Erotik, Versuchung und Leid.
Michael Domas schreibt das abseits der Dutzendware und packt den Leser. Vor allem wegen des Endes sehr zu empfehlen."

Vier von vier möglichen Punkten für Spannung, Erotik, Anspruch sowie für das gesamte Werk.


Kölner Illustrierte:
"Ein tödlicher Giftpfeil rauscht durch die Lüfte. Getroffen wird der Nacken von Nicklas Roth, der auf der Bühne einen eigenen Text rezitiert, in dem ein ebensolcher Tod beschrieben wird. Eine polizeiliche Ermittlung entspinnt sich in buchstäblich alle Himmelsrichtungen. Der alternde Kommissar Schwarzer, sein junger, intellektueller Kollege Laska und die fleißige Assistentin Graz tauchen in die biografische Vergangenheit des Getöteten ein und untersuchen sein Werk und seine Liebesgeschichten. Eine fehlende Computerdatei und aus den Regalen entfernte Bücher sind die ersten Spuren, die die Ermittler auf die richtige Fährte führen. Je mehr sich Kommissar Schwarzer der Person des Siebenbürger Schriftstellers annähert, umso deutlicher realisiert er, wie auch der Leser, dass er mehr als nur den nach Farbe klingenden Namen mit ihm gemein hat. Was wie ein geordneter Agatha-Christie-Kriminalroman beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einem Verwirrspiel auf mehreren Realitätsebenen und wirft den Leser in ein Gefühlsbad aus verwirrender Ergriffenheit und Verlorenheit in Surrealität. Ist alles Zufall? Schicksal? Sprachsensible Menschen werden am Schreibstil und den Wortspielen des Autors ebenso viel Freude haben wie an der Entdeckung, dass der surreale Anfang bereits das reale Ende in sich birgt."


Stadtrevue (September 2007):
"Auch das ist Redaktionsalltag: Da erreicht uns das Rezensionsexemplar eines Kölner Kriminalromans, veröffentlicht unter Pseudonym, auch noch im Eigenverlag, wo bereits mehrere seiner Werke vorliegen, und Michael Domas ist dazu noch ein Journalistenkollege. Die Finger davon lassen sagt die Vernunft, aber das ist feige, und das Buch gar nicht schlecht - deshalb wird es rezensiert wie jedes andere auch.
Die Wespen - ein Kriminalroman mit Schauplatz Köln, entwickelt sich aus diesem Satz: Als Niklas Roth Starb, gab es einige in seinem Publikum die ihm Beifall klatschten. Roth ist Schriftsteller, und sein plötzlicher Tod ereignet sich während einer Lesung, in genau dem Momentals er den Tod seines Protagonisten gestikulierend nachspielt Erst als er reglos liegen bleibt, realisiert das Publikum, dass dies keine Darbietung war. In Roths Nacken steckt ein Giftpfeil aus einem Blasrohr.
Kommissar Schwarzer (als Figur überzeugender als mancher Tatort-Schluffi) nimmt Ermittlungen auf. In Roths Ehrenfelder Wohnung stößt er auf dessen obsessive erotische Korrespondenz mit diversen (verheirateten) Frauen (Sex + Tod?), dann ist da Roths Vergangenheit, in der die Sekuritate eine Rolle spielt (Rache? Politik?), und so weiter, mit vielen Wendungen und Finten.
Die Wespen hat originelle Ideen, man liest endlich mal Klischeefreie Köln-Szenen, der Autor arbeitet mit postmoderner Verschachtelung und Metakommentaren. Bleibt die Frage: Warum hat Michael Domas das Buch nicht einem Verlag angeboten? Ein gutes Lektorat hätte die Längen gestrichen, Schwulst und Brüche ausgemerzt und die Rechtschreibquote verbessert. Die haben doch schon viel schlechtere Manuskripte angenommen!"


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